Modellprojekt 2017: Forschung-Lehre-BNE Kompetenz*Netzwerk*Nachhaltigkeit

In Bayern gibt es seit über 20 Jahren staatlich anerkannte Umweltstationen. Ihr Auftrag ist es, vorrangig im außerschulischen Bereich, Umweltbewusstsein und Handlungskompetenz bei den Bürgerinnen und Bürgern aller Altersstufen zu entwickeln. Die Bildungsaktivitäten sind am Leitbild einer Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgerichtet. Aktuell gibt es 53 Umweltstationen in Bayern mit jeweils unterschiedlichen Arbeitsfeldern, Schwerpunkten und Zielgruppen.

Seit 2012 arbeitet das Netzwerk „Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern“ an der Implementierung der Nachhaltigkeit in die Hochschule. Hochschulen kommt eine wesentliche Schlüsselrolle in der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu, da sie Multiplikatoren sind bei der Ausbildung der Entscheidungsträger von morgen. Die Universität Bamberg führt alljährlich den Bamberger Hochschultag für ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit durch. Darüber hinaus wird in verschiedenen Fakultäten Nachhaltigkeit zum Thema gemacht. Zusätzlich gibt es auch von studentischer Seite verschiedene Initiativen, die Aspekte der Nachhaltigkeit bearbeiten.

Bisher bestehen in Unter- bzw. Oberfranken - vielleicht auch darüber hinaus - also „Parallelwelten“. Auf der einen Seite ist die Universität, wo Nachhaltigkeit in einzelnen Fakultäten thematisiert wird, auf der anderen Seite steht die stetig steigende Zahl an Umweltstationen und Umweltbildungseinrichtungen, die BNE in die Praxis bringen. Beide Stränge laufen oft unverknüpft nebeneinander.

Das UmweltBildungsZentrum Oberschleichach will mit dem bezirksübergreifenden Modellprojekt diese Verknüpfung herstellen. Geplante Projektteile sind: eine Vorlesung zum Leitbild Nachhaltigkeit in Deutschland, ein partizipativ erarbeitetes Marketing-Produkt zum Thema Nachhaltigkeit, ein eintägiges Symposium im Landkreis Haßberge mit den neuesten Ergebnissen der Nachhaltigkeitsforschung und eine Darstellung von Umweltstationen bzw. Umweltbildungseinrichtungen im universitären Bereich. Ziel ist es, über das Projekt ein Netzwerk aufzubauen, von dem beide Seiten profitieren können.

Über die Projektarbeit zum Thema „Nachhaltigkeit – Marketing eines Begriffes“ kann einerseits bei den beteiligten Studenten eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit dem Begriff und den Zusammenhängen in der Gesellschaft entstehen. Andererseits können die Ergebnisse die Arbeit der Umweltstation(en) voranbringen in dem Bestreben, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zu einem nachhaltigen Lebensstil zu motivieren bzw. Nachhaltigkeit auch für den politischen Diskurs aufzubereiten. Mithilfe der Projektgruppe sollte erreicht werden, dass einem emotionalen Niedergang des Begriffes Nachhaltigkeit – wie es die Energiewende erlebt hat - entgegengearbeitet und der Begriff positiv und motivierend erlebt wird.

Geplante Kooperationspartner:

Universität Bamberg (verschiedene Fachbereiche), Umweltamt der Stadt Bamberg, Klimaschutzmanagement des Landkreises Bamberg, evtl. Stiftung selbst bewusst Sein, Mitglieder der Foren Umweltbildung Unter- und Oberfranken, Change e.V., Transition Bamberg, Zukunftscoach der Volkshochschule Landkreis Haßberge e.V. etc.

Die Projektteile im Einzelnen:

·       Grundlagen schaffen mit einer Vorlesung von Prof. Dr. Reheis zum „Entwicklungsland Deutschland: Das Leitbild der Nachhaltigkeit“

Mit der Vorlesung von Prof. Dr. Fritz Reheis soll im Rahmen des Studiums Generale über das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung grundlegend informiert werden. Das Studium Generale ist ein bestehendes Format der Universität Bamberg, in dem die Veranstaltungen Studierenden verschiedener Fakultäten und Gasthörern offen stehen.

·       Projektarbeit zum Begriff „Nachhaltigkeit“ - Marketingprodukt

Für das Projekt wird eine Kooperation zu mehreren Fakultät/en aufgebaut. Studenten erarbeiten ein Produkt, dessen Ziel es ist, den Begriff „Nachhaltigkeit“ pfiffig und positiv darzustellen und somit beim Bürger motivierend zu verankern. Egal welche Produkte entstehen, sie sollen mithelfen, die Kluft zwischen Wissen und Handeln beim Bürger zu überbrücken!

·       Experten für eine nachhaltige Praxis: Symposium

Ein eintägiges Symposium soll den Vernetzungsgedanken auch in die Organisationsebene tragen. Experten, Akteure, Verantwortliche, Personen der Kommunalpolitik und die Zivilgesellschaft haben auf diesem Symposium die Gelegenheit, neueste Entwicklungen zur Nachhaltigkeit und zu den Umsetzungsstrategien des Weltaktionsprogramms kennenzulernen und sich intensiv auszutauschen. Neben dem fachlichen Input soll das Symposium auch ein Podium für Verknüpfung und Netzwerk-Arbeit darstellen. Im diesem informellen Rahmen wird auch die Entwicklung der BNE im Landkreis Haßberge und in Bayern (Qualitätsoffensive) gezeigt.

·       Markt für BNE

Alljährlich findet im Rahmen der Hochschultage ein Markt der Möglichkeiten auf dem Hochschulcampus statt. Dies stellt eine gute Gelegenheit dar, dem universitären Publikum mit Info- und Aktionsständen die BNE-Arbeit der Einrichtungen aus den Foren für Umweltbildung Ober- und Unterfrankens vorzustellen. Das UBiZ wird hier als Mittler zwischen Uni und Umweltstationen fungieren.

Dieses Projekt wie auch ein Großteil der Veranstaltungen wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz gefördert. Herzlichen Dank dafür!

Feiern mit Zukunft - Broschüre

Sie sind Veranstalter eines öffentlichen Dorf-, Straßen-, Wein-, oder Vereinsfestes? Dann machen Sie mit feiern Sie nachhaltig mit unserer Broschüre "Feiern mit Zukunft!"

Im Jahr 2015 haben uns einige Aktive und verschiedene Abteilungen der Landkreisverwaltung dabei unterstützt, eine Broschüre zu erstellen, die dabei helfen soll, Vereins- oder Dorffeste umweltfreundlicher auszurichten. Entstanden ist die Broschüre „Feiern mit Zukunft", die inzwischen kostenfrei in den einschlägigen Sachgebieten der Rathäuser bzw. des Landratsamtes, im UBiZ oder der vhs Landkreis Haßberge zu erhalten ist.

 

 

 

     

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    Mai 2017