Kursangebote
Detailansicht

"Besser leben ohne Plastik" - Vortrag von Nadine Schubert |   Blog

"Fang einfach an"

"Fang einfach an"

In Kooperation mit der Waldorfschule organisierte das UBiZ innerhalb des Modellprojekts "VerantwortlICH handlen" einen Abendvortrag mit Nadine Schubert zum Thema "Besser leben ohne Plastik" in der Aula der freien Waldorfschule in den Mainauen. 

Dank der Kooperation konnte der Vortrag kostenlos angeboten werden und war offen für alle Bürger*innen aller Alterstufen.

Eigene Erfahrung - eigentlich ist es nicht so schwer

Gewohnt kurzweilig und unterhaltsam berichtete Frau Schubert von ihrem Weg zum möglichst plastikfreien Leben, ihre Bezugsquellen und einfach Rezepte, aber auch durchaus auch privat vom Einfluss des plastikfreien Lebens auf ihre Familie. 

Besonders wichtig sind diese Einblicke vor allem, da ein verbreitetes Argument ist " wie soll das mit einer mehrköpfigen Familie denn bitte funktionieren!?!". Dass es funktionieren kann, auch mit Teenagern im Haushalt, vermittelte Frau Schubert auf jeden Fall überzeugend.

"Einfach nachfragen" ist eine ihrer Devisen. Wenn ich nicht frage, ob ich vielleicht im Dorfladen oder beim Dorfbäcker auch Mehl oder ähnliches abfüllen kann, wird mir dieser das vermutlich nicht von sich anbieten. Aber oft ist es tatsächlich gar kein Problem. Sobald hier ein, zweimal die Hemmschwelle überschritten ist, wird man es mit Sicherheit auch immer öfter tun  - und feststellen, dass unverpackt einkaufen doch viel öfter möglich ist, als man es für möglich gehalten hätte.

"Ohne Röhrla geht´s aaa!!!"

Neben dem Suchen nach Einkaufsmöglichkeiten in eigenen Behältern ist natürlich auch der grundsätzliche Verzicht auf unnötige Plastikartikel ein wichtiger Punkt im Kampf gegen die Plastikflut. Einwegplastik wird in der EU ab 2021 verboten. Darunter fallen dann auch Plastiktrinkhalme, deren Nutzen Frau Schubert sehr amüsant in Frage stellte. Ob man nun seinen Eiskaffe oder Cocktail lieber mit Strohhalm trinkt oder ohne, bleibt natürlich jedem/jeder selbst überlassen. Wenn, dann aber auf jeden Fall aus einem Alternativ-Materia - und optimalerweise wiederverwendbarl! (Glas, Edelstahl)

"Ich würde gerne, aber man darf doch oft gar nicht!"

Ein Problem, vor dem sich viele Bürger*innen sehen ist oft: ich hätte ja meinen Coffee-to-go-Becher dabei oder die Dose beim Metzger, aber dann heißt es, das ginge aus hygienschen Gründen nicht.

Hier hatte Frau Schubert ebenfalls eine "Lösung" parat: Sei zeigte  - sichtlich stolz - ein Schreiben - entstanden unter anderem nach einem Besuch von ihr beim Bayerischen Umweltminister. Das vom Bayerischen Umweltministerium herausgegeben Schreiben, das grundsätzlich das Abfüllen in mitgebrachte Behälter thematisiert und als möglich und erlaubt deklariert, solange sich der jeweilige Betrieb ein Konzept dafür überlegt, kann einem bei solchen Diskussionen eventuell weiterhelfen. Also am besten ausdrucken und in der Geldbörse dabei haben, um es den Verantwortlichen ggf. vorlegen zu können!

Merkblatt zum hygienischen Befüllen mitgebrachter kundeneigener Behältnisse

https://www.abfallratgeber.bayern.de/haushalte/abfallvermeidung/verpackungsfreier_einkauf/doc/merkblatt_hygiene_behaeltnisse.pdf

"Einfach anfangen!"

Doch wie schafft man den Einstieg? Wo soll man anfangen? Viele geben auf, bevor sie angefangen haben, wenn sie im eigenen Haushalt vor dem "Plastikberg" stehen. Plastik beim Einkauf, Plastikverpackung, Plastikgegenstände, Mikroplastik, Plastikflaschen, Plastikaufbewahrung, Plastikkinderspielzeug, Plastik, Plastik, Plastik. 

"Einfach anfangen!" so der Rat von Frau Schubert. Jeder kleine erste Schritt ist ein Schritt in die richtige Richtung - und weitere Schritte folgen dann ganz von selbst. Und plötzlich reduziert sich der Plastik-Konsum enorm.

Das heißt einfach einen Bereich herausgreifen und loslegen. Sehr beliebt: der Austausch von Kosmetikprodukten, allen voran Shampoo. Genauso gut könnte es aber auch der Vorsatz sein: ab jetzt gibt´s kein Plastikspielzeug mehr (was nicht heißt, dass das bereits Gekaufte im Mülleimer landen sollte...). Oder mal recherchieren, wo im Nahbereich verpackungsfrei eingekauft werden kann  oder es eine Gemüse-Kiste gibt, die unverpackt geliefert wird. Einer der einfachsten Schritte ist aber sicherlich: eine gute Einkaufsplanung und IMMER Stoffbeutel und Co. mit im Auto oder griffbereit haben. So vermeidet man auf jeden Fall schon mal die Plastiktüte oder die 10. Mehrweg-Tragetasche.

Nach dem Vortrag ist vor dem Film! Im Oktober sehen wir uns wieder zur nächsten für alle offenen Veranstaltung im Rahmen von "VerantwortlICH handeln!": 

09.10.2019, 19:00 Uhr in der Freien Waldorfschule Haßfurt zur kostenlosen Filmvorführung!

Welchen Film wir zeigen? Lasst Euch erst mal noch überraschen! Wir freuen uns auf Euch!

Zurück

UmweltBildungsZentrum Oberschleichach

Pfarrer-Baumann-Straße 17 | 97514 Oberaurach
Tel: 09529.9222-0
Fax: 09529.9222-50
E-Mail: info@ubiz.de

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag von 08:30 bis 12:00 Uhr
und 13:00 bis 16:00 Uhr
Freitag von 08:30 bis 12:00 Uhr