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Konzept & Leitbild

Leitbild: Bildung für nachhaltige Entwicklung

Das UBiZ ist Mitglied der ANU (Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung) und richtet sich nach dem gemeinsam erarbeiteten Leitbild der Umweltbildungseinrichtungen in Bayern.
In Kurzfassung lautet dies:
Wir gestalten Zukunft durch Umweltbildung. Wir sind dem Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen und nachhaltiger Wirtschaftsweisen sowie sozialer Gerechtigkeit und kultureller Vielfalt verpflichtet und handeln im öffentlichen Bildungsauftrag. Wir ermöglichen breiten Bevölkerungsgruppen durch Bildungsprozesse Zugänge zum Erleben und Erfahren von Handlungs- und Lebensräumen. Wir setzen dabei auf Qualität und stärken Kompetenzen für verantwortungsvolles und zukunftsfähiges Handeln.
ANU, LV Bayern, Juli 2004 und Juni 2009

Die ausführliche Version können Sie hier einsehen und herunterladen.

Pädagogisches Konzept

Das UmweltBildungsZentrum Oberschleichach (UBiZ) ist eine Einrichtung der Volkshochschule im Landkreis Haßberge e.V., die vorrangig im außerschulischen, aber auch im schulischen Bereich Bürger*innen aller Alterstufen bei der Entwicklung und Erweiterung von Umweltbewusstsein und nachhaltigen Handlungskompetenzen unterstützen möchte.

Das UBiZ bietet seit 1991 ein breitgefächertes Angebot im Bereich Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung an.
Das UBiZ bietet damit den Besucher*innen – unabhängig von Alter, Geschlecht und Bildungsstand – die Chance, sich die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten anzueignen, die für eine freie Entfaltung der Persönlichkeit und für die Mitgestaltung der sich stetig wandelnden Gesellschaft notwendig sind.

Für das pädagogische Konzept des UmweltBildungsZentrums Oberschleichach sind die Leitlinien der „Bildung für nachhaltige Entwicklung” grundlegend. Zukünftige Generationen müssen die gleichen Chancen auf eine lebenswerte Zukunft haben wie heutige Generationen. Bildung für nachhaltige Entwicklung soll Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigen. „Bildung für nachhaltige Entwicklung ermöglicht es jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.“
(Quelle: https://www.bne-portal.de/de/was-ist-bne-1713.html)

Das UmweltBildungsZentrum richtet die Planung und Konzeption der Veranstaltungen sowie der Projekte an o.g. Prinzipien aus.
Insgesamt soll es nicht alleine um reine Wissensvermittlung gehen, sondern die Teilnehmenden in die Lage versetzen, die globalen / ökologischen Zusammenhänge des Themas zu erkennen.

Ziel ist es außerdem, den Besucher*innen bewusst zu machen, welche Auswirkungen der eigene Lebensstil auf die Umwelt hat täglich Entscheidungen getroffen werden, die zur Nachhaltigkeitsentwicklung beitragen oder dieser entgegenlaufen. Jeder Mensch soll sich als Mitgestalter von Gesellschaft wahrnehmen, aber auch erkennen, dass er nur ein Teil des Ganzen ist.

Bildung für Nachhaltige Entwicklung - BNE

Nach Prof. Dr. Gerhard de Haan und Dr. Dorothee Harenberg wird dies „Gestaltungskompetenz” genannt und setzt sich aus folgenden zwölf verschiedenen Teilkompetenzen zusammen:

Konzept der Gestaltungskompetenz
1. Weltoffen und neue Perspektiven integrierend Wissen aufbauen
2. Vorausschauend Entwicklungen analysieren und beurteilen
3. Interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen und handeln
4. Risiken, Gefahren und Unsicherheiten erkennen und abwägen können
5. Gemeinsam mit anderen planen und handeln können
6. Zielkonflikte bei der Reflexion über Handlungsstrategien berücksichtigen
7. An kollektiven Entscheidungsprozessen teilhaben können
8. Sich und andere motivieren können, aktiv zu werden
9. Die eigenen Leitbilder und die anderer reflektieren können
10. Vorstellungen von Gerechtigkeit als Grundlage für Entscheidungen und Handlungen nutzen können
11. Selbstständig planen und handeln können
12. Empathie für andere zeigen können

Im Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ als Folgeprogramm der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ nach 2014 werden folgende Prinzipien festgelegt:

a) „BNE ermöglicht allen Menschen, die notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten, Werte und Verhaltensweisen anzueignen, um zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. BNE befähigt zu informierten Entscheidungen im Sinne ökologischer Integrität, ökonomischer Lebensfähigkeit sowie einer gerechten Gesellschaft für aktuelle und zukünftige Generationen und verantwortlich zu handeln.

b) BNE bedeutet, zentrale Themen nachhaltiger Entwicklung zum Bestandteil des Lehrens und Lernens zu machen und erfordert innovative, partizipatorische Lehr- und Lernmethoden, die die Lernenden dazu motivieren und befähigen, sich aktiv für nachhaltige Entwicklung einzusetzen. BNE fördert Fähigkeiten wie kritisches Denken, das Verständnis komplexer Systeme, die Fähigkeit, sich zukünftige Szenarios vorstellen zu können, sowie Entscheidungen in partizipatorischer und kooperativer Weise zu treffen.

c) BNE gründet sich auf einen an Rechten orientierten Bildungsansatz. Sie ist Teil einer qualitativ hochwertigen Bildung, die sich an aktuell relevanten Fragen orientiert.

d) BNE zielt als transformative Bildung darauf ab, den Wandel der Gesellschaften hin zu nachhaltiger Entwicklung zu unterstützen. …

e) BNE bezieht sich auf die ökologischen, sozialen und ökonomischen Säulen nachhaltiger Entwicklung in integrativer, ausgewogener und ganzheitlicher Weise.…

Das beinhaltet unter anderem die miteinander verbundenen Themen der Armutsbekämpfung, des Klimawandels, der Katastrophenvorsorge, der Biodiversität sowie des nachhaltigen Konsums und der nachhaltigen Produktion. Es berücksichtigt nationale Besonderheiten und respektiert die kulturelle Vielfalt.

f) BNE umfasst formale, non-formale und informelle Bildung sowie lebenslanges Lernen von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter. …

g) Der im Rahmen des Weltaktionsprogramms verwendete BNE-Begriff soll sämtliche Aktivitäten umfassen, die den oben genannten Prinzipien entsprechen…“

Das UmweltBildungsZentrum richtet die Planung / Konzeption der Veranstaltungen sowie der Projekte an o.g. Prinzipien aus. Insgesamt soll es nicht alleine um reine Wissensvermittlung gehen, sondern die Teilnehmer und Besucher in die Lage versetzen, die globalen / ökologischen Zusammenhänge des Themas zu erkennen. Ziel ist es außerdem, den Besuchern bewusst zu machen, dass der eigenen Lebensstil Auswirkungen in der nahen und der weiten Um/Mitwelt hat, dass jeder täglich Entscheidungen trifft, die Nachhaltigkeit fördern oder untergraben. Jeder Mensch soll sich als Mitgestalter von Gesellschaft wahrnehmen, aber auch erkennen, dass er nur ein Teil vom Ganzen ist. Der vorherrschende Anthropozentrismus muss im Sinne einer Transformation der Gesellschaft hin zu einer nachhaltigen Ausrichtung überwunden werden. Mit den Bildungsangeboten soll dieser Prozess gefördert werden und eine stetig wachsende Verbreitung erreicht werden.

Die Veranstaltungen des UBiZ bilden deshalb auch die ganze Bandbreite der Lebenswelt ab. Regelmäßig werden folgende Bereiche behandelt:
> Nachhaltiger Lebensstil und Ressourcenschonung
> Umwelt und Gesundheit
> Klimaschutz und Energie
> Ökologisches Bauen, Wohnen und Sanieren
> Naturkunde und Naturerleben
> Naturnahe Gartenbearbeitung
> Ökologische Streiflichter

Einen guten Überblick über die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) gibt die Seite der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

UmweltBildungsZentrum Oberschleichach

Pfarrer-Baumann-Straße 7 | 97514 Oberaurach
Tel: 09529.9222-0
Fax: 09529.9222-50
E-Mail: info@ubiz.de

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag von 08:30 bis 12:00 Uhr
und 13:00 bis 16:00 Uhr
Freitag von 08:30 bis 12:00 Uhr