Kursangebote
Detailansicht

Ohne Bagger im Sandkasten??? Plastik in der Kinderwelt |   Blog

Haben Sie schon mal drüber nachgedacht? Kann man ein Kind völlig ohne Plastik erziehen und aufwachsen sehen? Der erste Gedanke ist jetzt sicherlich: Na klar, gar kein Problem!

Haben Sie schon mal drüber nachgedacht? Kann man ein Kind völlig ohne Plastik erziehen und aufwachsen sehen? Der erste Gedanke ist jetzt sicherlich: Na klar, gar kein Problem! Jetzt gibt es nur noch Holzspielzeug! Soweit waren sicherlich schon einige von uns und die Großeltern haben mit der Holzkugelbahn bestimmt auch ihren Teil dazu beigetragen. Jetzt muss ich Sie aber kurz auf den Boden der Tatsachen zurückholen: Wie ist es dann mit den Windeln? Mit den Quitscheenten in der Badewanne? Na gut, der Schnuller kann aus Kautschuk sein, manchmal tut es auch ein Holzlöffel. Und was ist mit der Regenjacke oder dem Regenschutz für den Kinderwagen?

Es ist gar nicht so leicht, komplett auf Plastik zu verzichten!

Dabei wäre es sehr wichtig, zumindest im Alltag Plastik zu reduzieren:

Nach einer vom Umweltbundsamt beauftragten Studie wurden bei 97 bis 100 Prozent der 3 bis 17 Jährigen Spuren von Plastik im Urin festgestellt, d.h. in nahezu allen Kindern und Jugendlichen. Eine erschreckende Information, insbesondere, wenn man bedenkt, dass die Auswirkungen ebendieses Plastik im menschlichen Körper (noch) nicht ausreichen erforscht wurden.

Insbesondere die Plastikteile, die weich sind, nachgeben oder sich gar anschmiegen, sind besonders zu betrachten. Oft enthalten sie Phtalate, Citrate oder Adipate als Weichmacher, welche nicht fest an das Plastik gebunden sind, und sich relativ leicht lösen. Besonders Phtalate sind größtenteils als besorgniserregende Stoffe eingestuft, da sie schädigend auf das Hormonsystem wirken können oder auch Leber- und Nierenschädigend sind.

Ähnlich unratsam ist Bisphenol A (auch BPA abgekürzt), welches sich durch Erhitzung oder Produktionsfehler leicht lösen kann und ähnlich Hormonschädigend ist.

Insbesondere der unbekannte Chemiecocktail, der in vielen Produkten enthalten ist, und für den es keinen Überblick über die Wirkweise in unserem Körper gibt, ist der größte Hinweise für uns, dass wir wo irgendwie möglich, auf Plastik verzichten sollten!

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wohnen/gefahren-fuer-die-gesundheit-durch-plastik-7010

Eine gute Möglichkeit, den leichtlöslichen Weichmachern zu entkommen, ist die Nutzung von bereits gebrauchtem Spielzeug, entsprechend langes Lüften (z.B. vom Kinderwagen) oder eben Materialien aus der Natur, z.B. die bekannte Holzkugelbahn.

Und da wir ja nicht nur schwarzmalen wollen, sondern auch Ideen haben, wie man konkret etwas besser machen kann, kommen hier noch einige Alternativen:

Tauschkiste

Um nicht alles selbst kaufen zu müssen bieten sich Tauschvarianten im Freundes- und/oder Familienkreis an, z.B. eine Kiste mit Spielsachen, die nicht mehr genutzt werden, die dann durch die Familien wandert und wenn etwas rausgenommen wird, muss etwas neues altes wieder reingegeben werden. Das ist sicher auch für die beteiligten Kinder spannend, was in der Kiste nach einer Runde wieder zu finden ist.

Spielzeugbasar

Ganz klassisch zum Kaufen und Verkaufen von schon genutztem Spielzeug, und somit oft bereits ausgedünsteten Problemstoffen, ist der Spielzeugbasar oder der Flohmarkt. Termine werden in den sozialen Medien verbreitet, oder ganz klassisch in den Tageszeitungen. Das eine oder andere Schnäppchen ist da sicher dabei.

Ausleihen

Wie oft denkt man sich: „War echt spannend zusammen zu bauen, aber jetzt steht´s eigentlich nur rum!“ Für diejenigen ist Bauduu das richtige: Legobausätze ausleihen, aufbauen, damit spielen und wieder zurückschicken.

Eine weitere Möglichkeit Kugelbahnen und weiteres Holzspielzeug zu leihen gibt es von Ciluna www.ciluna.de/, dort kann man nicht nur für Familien oder Kindertageseinrichtungen, sondern auch für´s Familienfest oder den Kindergeburtstag spannende Dinge ausleihen.

Zurück

UmweltBildungsZentrum Oberschleichach

Pfarrer-Baumann-Straße 17 | 97514 Oberaurach
Tel: 09529.9222-0
Fax: 09529.9222-50
E-Mail: info@ubiz.de

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag von 08:30 bis 12:00 Uhr
und 13:00 bis 16:00 Uhr
Freitag von 08:30 bis 12:00 Uhr