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"Baumpower - Jetzt geht´s los" - April

Na, seid ihr auch schon voll in Frühlingslaune – voll Kraft und Energie und Lust darauf, raus zu gehen, Euch zu bewegen und Sonne, Luft, Boden und Wasser zu genießen?

Dann ist Euch bestimmt schon aufgefallen, dass auch die Natur nach ihrem langen Winterschlaf förmlich explodiert und man ihr direkt beim Wachsen und Leben zusehen kann!

Zum einen könnt ihr das Aufwachen der Natur im Moment toll beobachten, an so vielen verschiedenen Stellen.Nehmen wir zum Beispiel mal die Knospen, die sich jetzt öffnen oder bereits geöffnet haben. Aber Moment, was ist eigentlich eine Knopse?

Überlege mal, was aus der Knopse wird und versuche Dir zu überlegen, was da alles so drin steckt!

Überlege auch, warum der Baum das macht? Welchen Vorteil bietet die Knospe, die bereits im Winter am Baum vorhanden ist?

Lösung A

Wahnsinn, was aus so einer kleinen Knospe alles entsteht!
Tatsächlich kann man die Bäume auch sehr gut an den Knospen unterscheiden, denn hier gibt es viele Unterschiede in Aussehen, Größe, Anordnung am Zweit, Farbe, etc.

Erkennst Du folgende Bäume an ihren Knospen oder dem, was daraus bereits geworden ist?

Lösung B

So, nun ab nach draußen. Vergleicht doch mal die Bäume auf Eurem Spaziergang. Bei welchen sind noch Knospen zu sehen, bei welchen sind sie schon offen und haben ausgetrieben? Wie unterscheiden sie sich? Kannst Du die Bäume bereits erkennen?

Doch die Kraft, die jetzt in allem steckt und wach geworden ist, kann man nicht nur sehen – Du kannst sie auch HÖREN.

Im Winter haben die Bäume ein paar Tricks, wie sie sich gegen Kälte und Frost schützen. Was wir sehen können ist, dass die Laubbäume ihre Blätter abwerfen. Doch auch unsichtbar geht einiges im Baum vor sich. So ziehen die Bäume ihre Baumsäfte, die sie im Frühling und Sommer bis in die kleinste Spitze schicken, zurück in die Wurzeln.

Erst wenn es wieder wärmer wird, die Tage länger und die Sonne öfter scheint, beginnt der Baumsaft wieder zu fließen, mit dem sich der Baum bis in die kleinste Blattspitze mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Wenn der Baumsaft nach der langen Winterruhe wieder zu fließen und gluckern beginnt, könnt ihr dabei tatsächlich zuhören.

Am besten funktioniert das natürlich mit einem Stethoskop, vielleicht findet ihr noch eins in Eurem Arztkoffer?

Wartet auf einen richtig schönen, sonnigen Tag und sucht Euch zum Beispiel eine Buche oder Birke. Bei jungen Bäumen mit dünner Rinde kann man es besonders gut hören. Die Luchsohren unter Euch können es vermutlich sogar ohne Hilfsmittel hören.

Hierfür braucht der Baum natürlich auch wieder Wasser, dass er sich über sein großes Wurzelgeflecht aus dem Boden holt. Dieses ist oft sehr viel größer, als wir uns das vorstellen können.

Probiert es aus! Wenn ihr zu mehreren unterwegs seid, stellt Euch im Kreis um den Baumstamm, rechte Schulter Richtung Stamm. Nun blickt nach oben und geht so weit vom Baumstamm nach außen, wie die Krone über Euch reicht – soweit ist das Wurzelwerk des Baums unterirdisch verzweigt!

Diese „Power“, die Bäume haben, kennen und nutzen natürlich auch viele andere Wesen in der Natur und im Wald. Wer fällt Euch da so ein? Sammelt doch mal…

Ich denke jetzt auch an die eigentlich unsichtbaren, kleinen… Wichtel, Schrazl, Trolle, Waldgeister. Auch sie nutzen gerne Bäume, um dort ihre Behausungen zu suchen oder zu bauen. Das habt ihr noch nie gehört? Dann habe ich folgende Geschichte für Euch!: Geschichte einfügen

Geht bei Eurem nächsten Waldspaziergang doch mal auf die Suche. Wie die Wesen so aussehen, dazu gibt es viele, viele Geschichten, doch genau wissen tut es eigentlich keiner. Was man aber finden kann, sind die Orte, wo sie sich aufhalten. Schaut doch mal genau im Wald, wo dies der Fall sein könnte. An welchen Stellen könnt ihr Wichtlwohnungen finden?  Vielleicht entdeckt ihr eine Eingangstür an den Wurzeln der Bäume? Oder entdeckt ihr Höhlen in den Steinen und Felsen? Hat sich jemand wo ein gemütliches Moosbett gebaut? Ich bin sicher, ihr werdet doch so einige Hinweise auf die kleinen, unsichtbaren Waldbewohner finden können!

 

Doch nicht nur die Eingänge und Behausungen dieser kleinen Bewohner könnt ihr finden, wenn ihr Eure Augen dafür offenhaltet.

Denn auch in den Bäumen selbst sind oft magische Wesen zu erkennen…


Da jede*r von Euch einen ganz eigenen Blick für diese Orte und Wesen hat, könnt ihr Euch diese auch gegenseitig zeigen. Um es etwas spannender zu machen und damit wirklich auch jede*r das wahrnimmt, was ihr zeigen möchtet, nutzt dazu doch das Spiel: Fotograf und Kamera

Manche der Wesen verstecken und tarnen sich sehr gut und man muss sehr genau schauen
 – und erkennt dennoch nur einen Teil von ihnen. Doch mit Eurer Phantasie könnt ihr sie zum Leben erwecken!
Wie, das verraten wir Euch hier.

Aber nicht nur für die im Wald lebenden Wesen haben die Bäume ein ganz besondere Bedeutung. Auch uns können sie ganz schön viel von ihren Kräften und ihrer Power abgeben!

Ihr habt bestimmt schon vom sogenannten „Waldbaden“ gehört, oder? In Japan gilt diese Form, sich im Wald aufzuhalten, unter dem Namen „shinrin yoku“ sogar als Medizin gegen häufige "Alltagskrankheiten". Die Natur als heilsamer Ort, der Stressgefühle reduziert, das Immunsystem aktiviert, der Blutdruck reguliert und das kreative Denken angeregt. Dafür müsst ihr Euch nur etwas achtsamer in den Wald begeben, als man das vielleicht normalerweise auf einem Spaziergang macht. Genießt die Ruhe, konzentriert Euch auf Geräusche, nutzt die Zeit für Meditation und zur Ruhe kommen. Wenn ihr Euch gerne mal angeleitet zum Waldbaden begeben möchtet, könnt ihr Euch hier von erfahrenen Referentinnen begleiten und führen lassen, auch für Kinder und Familien ist ein Termin dabei!
Link zu unseren Waldbaden-Terminen



Lösung A

In den Knospen steckt tatsächlich bereits im Herbst der gesamte neue Zweig inklusive Blättern und Blüten angelegt, der im neuen Jahr wachsen wird.
Die Knospen sind also gut verpackte Mini-Baumteile, könnte man sagen. Auch wenn sie keine gut schützende Rinde haben, haben sie dicke Knospenschuppen, meist mit wachs- oder harzartigen Schickten überzogen. So sind die Knospen gut gegen die Kälte im Winter geschützt, meist besser als ein kleiner, dünner, neuer Trieb am Baum.

Lösung B

Bild 1: Ahorn, Bild 1.1 Ulrich Velten  / pixelio.de; Bild 1.2 Herbert Walter Krick  / pixelio.de, Bild 1.3 Erich Westendarp  / pixelio.de

Bild 2: Hasel, Bild 2.1 Maria Richter  / pixelio.de, 2.2. Bernd Lang  / pixelio.de

Bild 3: Esche, 3.1 A. Kern  / pixelio.de , 3.2 pixabay

Anleitung "Fotograf und Kamera"

Hierzu bildet ihr Zweierpaare. Wenn ihr eine große Gruppe seid, bildet die Paare doch mit diesem Spiel! (Link) Eine*r ist Fotograf*in, eine*r ist die Kamera. Der Fotografierende führt die Kamera, die mit geschlossenen Augen vor ihm/ihr geht, an den Schultern VORSICHTIG durch den Wald an die Stelle, die „fotografiert“ werden soll. (langsam, Hindernisse ansagen, nicht zu sehr schieben oder ziehen, eine Kamera ist sehr wertvoll!)

Ist das Ziel erreicht, muss die Kamera eingerichtet werden. Verstellt die Höhe (in die Knie gehen, nach vorne beugen, etc.), dreht evtl. etwas am Zoom (Kopf etwas drehen), bis ihr die richtige Einstellung gefunden habt. Natürlich seid ihr auch hier ganz besonders behutsam und die Kamera muss natürlich von selbst stehen bleiben können und nicht umfallen.
Nun drückt auf den Auslöser, in dem ihr leicht an den Schultern drückt. Die Kamera macht ein Bild (öffnet die Augen) und Belichtet für 5 Sekunden, die der/die Fotograf*in leise mitzählt. Zum Schließen wird wieder kurz an den Schultern gedrückt und es geht vorsichtig weiter zum nächsten Ziel.

Nach ein paar Durchgängen wird gewechselt.

Zusatz-Optionen:

  1. Erweitern könnt ihr das Ganze noch um die Funktion des „Tontechnikers“. Denn natürlich kann eine Kamera nicht nur Bilder aufnehmen, sondern auch Geräusche. Einfacher ist es meistens, beides voneinander zu trennen. Möchtest Du also ein Besonderes Geräusch einfangen, lege Deiner Kamera kurz sanft die Hand auf den Kopf und zähle bis fünf. Die Kamera lässt gestoppt wird die Aufnahme hier ebenso.
  2. Bild entwicklen: Das schönste der geknippsten Bilder kann dauerhaft entwickelt werden. Dazu könnt ihr entweder ganz klassisch Papier und Stifte benutzen, die ihr mitnehmt, oder aber versuchen, aus Material im Wald ein Bild auf dem Boden zu legen.

Paare bilden

Eine Person sammelt unbeobachtet immer zwei gleiche Gegenstände im Wald ein (zwei Fichtenzapfen, zwei Steine, zwei kleine Stöckchen, etc.). Die anderen stellen sich im Kreis mit geschlossenen Augen auf. Die sammelnde Person gibt jeder Person im Kreis einen Gegenstand in die hinter dem Rücken offen gehaltenen Hände. Zunächst befühlt jede*r mit geschlossenen Augen den Gegenstand. Dann beginnt das Paare bilden. Alle beginnen, sich untereinander zu mischen, stellen sich mit einer Person Rücken an Rücken und tauschen den Gegenstand. Hat man jemandem mit dem gleichen Gegenstand gefunden, hat sich das Paar für das Spiel gefunden. Natürlich dabei nicht schummeln und kucken! ;)

Baumwesen aus Salzteig oder Lehm

Geht bei Eurem Spaziergang achtsam, mit offenen Augen durch den Wald. Seid ganz leise und ruhig, bleibt auch immer mal wieder stehen. Horcht, atmet die Waldluft tief ein. Lasst den Wald auf Euch wirken. Gibt es einen Baum, einen Fels, einen Stein, der Dich allein gerade besonders anspricht? Der vielleicht sogar wirklich mit Dir spricht? Dann geh näher. Schau, berühre, fühle.

Erkennst Du etwas? Vielleicht einzelne Teile wie Augen oder Ohren? Vielleicht auch ganze Teile einer Figur oder eines Wesens, eines Tieres? Tritt wieder einen Schritt zurück. Könntest Du den sichtbaren Stellen noch weitere hinzufügen, um das Wesen komplett zu machen und die verborgenen Teile hevorzuholen? Dies kannst Du mit dem Material tun, das um Dich ist. Äste, Zweige, Steine, Blätter, etc. Um diese unter Umständen auch befestigen zu können, kannst Du dafür vorher vorbereiteten Salzteig, Sandteig  oder je nach Umgebung auch mit angefeuchtetem Lehm nutzen. Im Winter funktioniert das natürlich auch ganz wunderbar mit Schnee!

Bitte beachte:

Nur Bäume außerhalb von Naturschutzgebieten dürfen Gesichter bekommen.

Da sich das Salz mit der Zeit auflöst und in die Erde sickert, solltest du den Salz-Teig nach deiner Aktion wieder mitnehmen.

Salzteig

2 Tassen Weizenmehl (Typ 405)
1 Tasse Salz
1 TL Pflanzenöl
1 Tasse Wasser
Benötigte Zeit: ca. 5 Minuten
Mehl und Salz vermengen. Dafür beide Zutaten in eine Schüssel geben und gut mischen. Das Wasser hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Mit Öl geschmeidig machen. Zum Schluss das Pflanzenöl hinzufügen und nochmal ausgiebig kneten, um die Geschmeidigkeit des Teiges zu erhöhen. In eine Dose füllen.

Sandknetmasse

1 Tasse Stärkemehl
2 Tassen fein gesiebter Sand
1 Tasse Wasser
Alle Zutaten vermischen und zum Transport in eine Dose füllen.

Lehmvariante

Lehmbrocken zerkleinern und dann mit Sand angereichern. Vorsichtig Wasser hinzufügen und stampften bis der Lehm geschmeidig wird.

UmweltBildungsZentrum Oberschleichach

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